Information & FAQ
bechermethode.at bringt Menschen in Österreich zusammen, die eine private Samenspende anbieten oder suchen, oder die ein Kind gemeinsam großziehen möchten, ohne ein Paar zu sein. Wir sind eine Kontaktplattform: Wir prüfen Profile und Nachrichten, aber wir vermitteln keine Spenden, nehmen kein Geld und sind bei euren Treffen nicht dabei.
Häufige Fragen
Was kostet bechermethode.at?
Nichts. Anmeldung, Profil und Nachrichten sind kostenlos. Wir verkaufen keine Mitgliedschaften und vermitteln keine Samenspenden gegen Geld.
Wer sieht meine Daten?
Öffentlich sind nur Vorname mit Initiale, Alter, Bundesland, Fotos und die Angaben, die du ins Profil schreibst. E-Mail-Adresse, Nachname und Geburtsdatum sehen nur wir. Deine E-Mail-Adresse geht erst an jemanden, wenn du eine Nachricht von dieser Person angenommen hast.
Warum werden Nachrichten geprüft?
Damit niemand mit Werbung, Geldangeboten oder Belästigung überschwemmt wird. Wir lesen jede Nachricht, bevor wir sie weiterleiten. Das dauert in der Regel ein bis zwei Werktage.
Wie läuft der Kontakt ab?
Du schreibst über das Formular auf einem Profil. Nach unserer Prüfung bekommt das Mitglied deine Nachricht per E-Mail mit zwei Knöpfen: Annehmen oder Ablehnen. Bei „Annehmen“ schicken wir euch beiden die E-Mail-Adresse der anderen Person. Ab dann schreibt ihr direkt miteinander.
Muss ich selbst ein Profil haben, um zu schreiben?
Nein. Mit eigenem Profil sind deine Chancen auf eine Antwort aber deutlich höher, weil sich die andere Seite ein Bild von dir machen kann.
Was bedeutet der blaue Haken?
Das Mitglied hat uns gegenüber seine Identität bestätigt, zum Beispiel per Videoanruf mit Ausweis. Der Haken sagt nichts über Gesundheit oder Absichten aus.
Wie ändere oder lösche ich mein Profil?
Unter „Profil bearbeiten/löschen“ im Fußbereich gibst du deine E-Mail-Adresse ein. Du bekommst einen Link, mit dem du dein Profil ausblenden, ändern oder endgültig löschen kannst.
Darf ein Samenspender Geld verlangen?
Auf bechermethode.at nicht. Profile und Nachrichten mit Geldforderungen schalten wir nicht frei. Eine Erstattung nachweisbarer Fahrtkosten könnt ihr untereinander vereinbaren.
Ist eine private Samenspende in Österreich erlaubt?
Das ist rechtlich nicht einfach. Die Behandlung mit Spendersamen regelt das Fortpflanzungsmedizingesetz, sie ist Kliniken vorbehalten. Seit 2024 regelt das ABGB ausdrücklich auch die „nicht-medizinisch unterstützte Fortpflanzung“. Ob der Spender später als Vater gelten kann, hängt davon ab, ob die Mutter verheiratet oder verpartnert ist und ihr Partner bzw. ihre Partnerin zugestimmt hat. Lies dazu unsere Hinweise weiter unten und lass dich beraten, bevor ihr etwas vereinbart.
Welche Untersuchungen sind sinnvoll?
Mindestens aktuelle Tests auf HIV, Hepatitis B und C, Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö. Lasst euch die Befunde gegenseitig zeigen. Eine Ärztin oder ein Arzt kann sagen, welche weiteren Untersuchungen in eurer Situation sinnvoll sind.
Rechtliche Hinweise
Wichtig: Diese Hinweise sind allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Lasst euch vor einer Vereinbarung von einer Anwältin oder einem Anwalt für Familienrecht beraten.
- Vaterschaft: Seit 1. Jänner 2024 gilt: Ist die Mutter verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft und hat ihr Partner bzw. ihre Partnerin der privaten Insemination zugestimmt, kann der Spender nicht als Vater festgestellt werden. Elternteil wird dann die zustimmende Person (§ 148 Abs. 3a und 5 ABGB). In allen anderen Fällen, etwa bei Single-Frauen oder unverheirateten Paaren, kann der Spender als Vater festgestellt werden, mit Unterhaltspflicht und Erbrecht.
- Kinderwunschklinik: Die Behandlung mit Spendersamen ist Fachärztinnen und Fachärzten in zugelassenen Krankenanstalten vorbehalten und steht nur Paaren offen, auch zwei Frauen (Fortpflanzungsmedizingesetz §§ 2, 4, 11). Ein Spender über eine Klinik kann nicht Vater werden (§ 148 Abs. 4 ABGB).
- Recht auf Herkunft: Bei einer Klinikspende kann das Kind ab 14 Jahren den Namen des Spenders erfahren (§ 20 FMedG). Bei einer privaten Spende gibt es kein Register. Haltet die Identität des Spenders deshalb selbst fest.
- Zustimmung festhalten: Wer wann zugestimmt hat, kann später entscheidend sein. Haltet es schriftlich fest.
- Co-Parenting: Wer gemeinsam Eltern werden möchte, sollte Obsorge, Wohnort des Kindes, Kontakt und Unterhalt vorher besprechen. Eine Vereinbarung ersetzt keine gerichtliche Regelung, hilft aber, Erwartungen zu klären.
Mehr dazu in unseren Ratgebern zur Bechermethode und zum Thema Samenspender werden.
Gesundheit
Eine Samenspende überträgt dieselben Infektionen wie ungeschützter Geschlechtsverkehr. Lasst euch vorher testen und zeigt euch die Befunde. Seriöse Spender haben dafür Verständnis. Bei Fragen zur Fruchtbarkeit, zum Zyklus oder zu Medikamenten ist eine gynäkologische Praxis die richtige Anlaufstelle.
Sicherheit beim ersten Treffen
- Trefft euch zuerst an einem öffentlichen Ort und sagt einer Vertrauensperson Bescheid.
- Gebt eure Wohnadresse erst heraus, wenn ihr euch sicher seid.
- Brecht den Kontakt ab, wenn jemand Druck macht, Geld verlangt oder auf „natürlichem Weg“ besteht, obwohl ihr das nicht wollt.
- Meldet auffällige Profile über den Link „Profil melden“ auf der Profilseite.